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Griechisch

Dänisch

Albanisch

Verbreitung und linguistische Beschreibung

Das Albanische ist ein Zweig des Indo-Europäischen, bestehend aus einer einzigen Sprache, die Staatssprache Albaniens ist (ca. 3,3 Millionen Sprecher) und darüber hinaus in Kosova und Montenegro (Rest-Jugoslawien; ca. 3 Millionen Sprecher), Mazedonien (ca. 700.000), Griechenland ( ca. 140.000; Attica, Bocotia, Süd-Euboea, und in der Salamis Insel; Region des Epyrus und Athen), in der Türkei (ca. 300.000) und Italien (ca. 90.000) gesprochen wird.
Die Sprache wird von den meisten Sprachwissenschaftlern als die einzige Nachfolgesprache der ausgestorbenen illyrischen Sprache erkannt.
Es gibt zwei Hauptdialekte, Ghegisch (gegë), das im Norden Albaniens, in den von Albanern bewohnten Gebieten Rest-Jugoslawiens und im nördlichen Teil Mazedoniens gesprochen wird, und Toskisch (toskë) im Süden Albaniens, sowie in Griechenland (Toskisch-Arvanitika) und in den albanischen Sprachinseln in Sizilien und Kalabrien (Italien), (Toskisch-Arbëresh).

Kennzeichen

Neben den üblichen Kategorien indo-europäischer Sprachen wird am Nomen Definitheit bzw. Indefinitheit flexivisch ausgedrückt (vgl. bukë (Brot), buka (das Brot)). Die Morphologie ist relativ komplex, vor allem im Verbalbereich (2 Aspekte, 8 Tempora, 6 Modi). Wortstellung meist Subjekt-Verb-Objekt, Adjektive werden nachgestellt. Zahlreiche Lehnwörter aus dem Lateinischen sowie Lehnwortbeziehungen mit anderen Balkan-Sprachen, vor allem dem Rumänischen und Altgriechischen. Erste schriftliche Dokumente aus dem 15 Jh. Das erste Buch aus dem Jahr 1555. ("Meshari" - Gottesdienst-/Meßbuch).
Die Sprache wird mit dem lateinischem Alphabet geschrieben. Das albanische Alphabet hat 36 Buchstaben, unter denen 7 Vokale und 29 Konsonanten:

Vokale

a wie das deutsche "a"
e wie das dt. "e"
ë dem "Schwa"-Laut ähnlich; wie das dt. "ö" jedoch offener; im Geghischen auch nasalisch.
i wie das dt. "i"
o wie das dt. "o"
u wie das dt. "u"
y wie das dt. "ü"

Konsonanten

b wie das dt. "b"
c wie das dt. "z" in "Ziel"
ç wie das dt. "tsch"
d wie das dt. "d"
dh wie das englische "th" in "this"
f wie das dt. "f"
g wie das dt. "g"
gj verschmelztes "dj"; wie das ital. "gi" in "giorno", jedoch nicht so plosiv
h wie das dt. "ach"-Laut; Bsp. "machen", jedoch schwacher
j wie das dt. "j"
k wie das dt. "k"
l wie das dt. "l"
ll wie das dt. "l"; dental, wie in der Kölner Gegend
m wie das dt. "m"
n wie das dt. "n"
nj wie das span. "ñ" in "España"
p wie das dt. "p"
q wie "gj", jedoch stimmlos
r wie das dt. gerollte "r"; ausgesprochen wie in der Schweiz
rr länger/stärker gerolltes "r" wie im Spanischen
s wie das dt. "ß" in "Spaß"
sh wie das dt. "sch" in "schwer"
t wie das dt. "t", jedoch dental
th wie das englische "th" in "think"
v wie das dt. "w" in "wie"
x wie "c", jedoch stimhaft; vgl. "z" bei "zucchino" im Ital.
xh wie das dt. "tsch", jedoch stimhaft
z wie das dt. "s" in "lesen"
zh wie das französische "j" in "jour"